Gipfeltour Schotten

Ein guter Freund ist Lehrer in Mittelhessen und sucht eine Strecke für eine Wanderung mit seinen Schülern. Dies nahmen wir zum Anlass zur Osterwanderung 2014.

Steckbrief

Region: Vogelsberg
Länge: 15,0 km
Wanderzeit: 4:30 h
Davon in Bewegung: 3:33 h
Bergauf: 489 m
Bergab: 489  m
Höchster Punkt: 759 m
Tiefster Punkt: 431 m
Schwierigkeit: moderat

Planung

Die Planung übernahm ein Freund. Er sucht Strecken im Vogelsberg oder der Röhn, welche er mit seinen Schülern bei einem Wandertag begehen kann. Zur Auswahl standen die Gipfeltour Schotten oder eine Wanderung um die Keltenwelt am Glauberg. Wie entschieden uns für die Gipfeltour.

Nach zwei Wochen herrlichstem Frühlingswetter war heute leider der erste verregnete Tag. Es waren starke Niederschläge vorausgesagt, weshalb von den geplanten glorreichen sieben Mitwanderern nur drei übrig geblieben sind.

Wegbeschreibung

Wir treffen uns um 11:00 auf dem Parkplatz auf den Hoherodskopf. Die Freiwillige Feuerwehr übt am C-Rohr. Es ist stark bewölkt, neblig und es nieselt leicht. Ich wähle den dicken Pulli und finde irgendwo noch leichte Handschuhe, welche sich als recht angenehm erweisen.

Am Hoherodskopf
Am Hoherodskopf

Die Welt versinkt im Nebel und wir gehen los über die Wiesen in Richtung Forellenteiche. Die Wege sind allesamt sehr gut ausgeschildert, wir benötigen die ausgedruckte Wanderbeschreibung nur für eine grobe Übersicht. Von den Teichen, welche seltsamerweise auf Google-Maps als “Nidda” bezeichnet werden, gehen wir stets am Waldrand Richtung Westen.

Forellenteiche
Forellenteiche

Sehr bald gelangen wir zum Gackerstein, welcher eine sehr schöne Aussicht auf den umliegenden Vogelsberg bieten soll. Wir können leider nur Nebel und Wolken erkennen. Nach dem Gackerstein klart es auf und der Regen hört auf. Es wird etwas wärmer und es eröffnen sich ein paar schöne, aber nicht weite Blicke auf die Umgebung.

Michelbach
Michelbach

Wir verplappern uns unterwegs, verpassen die Abzweigung nach Busenborn und finden uns im beschaulichen Örtchen Michelbach wieder. Der Irrtum ist schnell erkannt und gebannt. Wir machen kehrt und finden alsbald auf den ursprünglichen Rundweg zurück.

Nach Busenborn
Nach Busenborn

Schlag 13:30 kehren wir dort in der Gaststätte “Zum Bilstein” ein. Das ist eine bodenständige Wirtschaft mit einfachem Essen und einfachen Gästen. Das Schnitzel ist etwas trocken, aber der Rest hinnehmbar. Diesmal gibt es Licher-Weizen, überraschenderweise schmeckt es deutlich besser als das Licher-Pils hätte erwarten lassen.

Am Bilstein
Am Bilstein

Busenborn war der Tiefpunkt der Strecke (im Sinne des Höhenprofils). Von hier aus geht es schnell hinauf zum Bilstein, einer offenliegenden kleinen Gesteinsformation auf 666m Höhe. Das Wetter zieht sich leider wieder etwas zu, aber es regnet nicht.

Am Hoherodskopf
Am Hoherodskopf

Die letzten drei Kilometer bilden den Weg zurück zum Hoherodskopf. Die Feldwege steigen nur gemächlich an, den noch fehlenden Höhenunterschied erklimmen wir auf der Piste zwischen dem stillstehendem Skilift. Im Winter kann man hier offenbar Skifahren und im Sommer gibt es eine Rodelbahn. Sehr überrascht war ich übrigens von dem kaum zu übersehenden Fernsehturm, welcher aber nur sehr kurz sein Antlitz offenbarte und wieder im Nebel verschwand.

Fazit

1) Wir sind nicht nass geworden. 2) Die 15 km sind einfach zu bewältigen. 3) Uns ist niemand begegnet. 4) Es gab kaum was zu sehen.

Die Strecke verläuft abwechslungsreich über Wiesen, Wald und Flur und nur innerhalb der Ortschaften ist man auf Teer unterwegs. Im Sommer und bei schönem Wetter wird der Hoherodskopf vermutlich überlaufen sein, aber vielleicht zurecht aufgrund der schönen Lage und schönen und abwechslungsreichen Aussichten. So schnell werden wir das leider nicht erfahren, aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, werden wir sicher nochmals dort in der Gegend unterwegs sein.

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Königswinter – Drachenfels – Petersberg

Die erste Tour unseres Wanderwochenende im Oktober 2013 führt uns von Königswinter über den Drachenfels und Petersberg zurück zum Ausgangspunkt.

Steckbrief

Region: Siebengebirge
Länge: 12,6 km
Wanderzeit: 5:26 h
Davon in Bewegung: 3:03 h
Bergauf: 480 m
Bergab: 483 m
Höchster Punkt: 387 m
Tiefster Punkt: 115 m
Schwierigkeit: moderat

Planung

Aufgrund des WLAN-Ausfalls in unserer Ferienwohnung haben wir die Planung erst beim Frühstück durchgeführt. Nach einer sehr kurzen Internet-Recherche entscheiden wir uns für die Wanderung durchs Nachtigallental. 10km reichen für heute, wir sind eh zu spät dran.

Wegbeschreibung

Königswinter
Königswinter

Es ist Tag der Deutschen Einheit und wir fahren nach Königswinter. Herrliches Altweibersommerwetter lockt unwahrscheinlich viele Leute in die Natur. Königswinter ist komplett überlaufen und wir benötigen ca. 30 Minuten um einen Parkplatz zu finden. Wir haben Glück, direkt am Friedhof und nur wenige Meter von Einstieg ins Nachtigallental entfernt können wir unser Auto abstellen.

Im Nachtigallental
Im Nachtigallental

Der Einstieg ist durch einen Bauzaun abgesperrt: Unwetterschäden! Lebensgefahr! Die Jungs umgehen den Zaun, die Mädels und Lutz werden leichenblass. Es entbrennt ein harter Zaunkampf, welcher Weg zu gehen ist. Die Lebensmüden gewinnen und wir begeben uns auf den direkten Weg in die Hölle.

Schloss Drachenburg
Schloss Drachenburg

Der Weg durch das Nachtigallental ist gut ausgebaut, breit und gelegentlich von umgestürzten kleinen Bäumen blockiert. Mehr Unwetterschäden sind nicht ersichtlich. Wir folgen dem kleinen Bach durch das herbstliche Tal und kommen bald unterhalb von Schloss Drachenfels heraus.

Die Drachenfelsbahn
Die Drachenfelsbahn

Hier herrscht Hochbetrieb. Die Drachenfelsbahn spukt Besucher am laufenden Band aus. Wer es nicht in die Bahn geschafft hat, lässt sich auf Eseln den Berg hoch bringen. Das Schloss und der Fels sind ein gewinnbringender Besuchermagnet an Feiertagen. Verständlich, denn es herrscht bestes Wetter und Schloss und Fels sind sehenswert!

Heruntergekommenes Jagdschloss
Heruntergekommenes Jagdschloss

Wir gehen am Schloss vorbei, nehmen gezwungenermaßen die Alternativroute zum Drachenfels vorbei an einem verfallenen Herrenhaus oder Jagdschloss. Das Ding ist schändlich heruntergekommen und rottet vor sich hin. Die Besucherschlange bahnt sich ihren Weg über eine Wiese hinauf zum Hauptweg. Oben angekommen bläst uns ein kalter starker Wind entgegen. Frisch ists, und wir packen uns warm an. Der neugekauften Mütze sei Dank entkomme ich einer weiteren Erkältung.

Am Drachenfels
Am Drachenfels

In der Gruppe geht der Verdruss herum: Zu viele Menschen, wir sollten dringend in ruhigere Wandergewässer ausweichen! Gesagt getan. Der Weg führt und vorbei an der Wolkenburg zum Milchhäuschen, wo wir kurz auf Weizenbier und Kaffee einkehren.

Kreuzweg am Petersberg
Kreuzweg am Petersberg

Auf dem Touristenweg laufen wir ein Stück weiter und biegen links ins Mirbesbachtal ab. Wir überqueren auf einer Fussgängerbrücke die Landstraße und folgen dem Weg hinauf zum Petersberg. Von der Aussichtsterasse des Petersbergs hat man einen wunderbaren Blick auf das Rheintal. Wir entschliessen uns wie viele andere auch zu einer Kaffeepause im Bistro des Steigerberger-Hotels im Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland.

Steigenberger Petersberg
Steigenberger Petersberg

Die Organisation des Bistro ist hochgradig unfähig, die Bedinungen laufen desorientiert durch die Gegend. Wir warten sehr lange auf die Bedienung, dann kommt der Kaffee, aber ohne Kuchen. Erst auf zweimalige(!) Nachfrage ist es möglich, den Kuchen -fast wie bestellt- zu erhalten. “Die Kollegin ist gerade am schneiden”. Da ist der Kaffee aber schon leer, und die Tische um uns herum wurden offenbar besser oder schneller bedient. Sowas einem Haus mit dem Namen und Renomée nicht passieren. Und der Kuchen war trocken. Enttäuschend!

Hinab nach Königswinter
Hinab nach Königswinter

Anschliessend  wenden wir uns dem Bittweg vom Petersberg nach Königswinter zu. Vorbei an den einzelnen Kreuzwegstationen geht es sehr zügig hinab. Unten angekommen manchen wir noch einen kleinen Schlenker vorbei an dem Werk von Hayes-Lemmerz bevor wir wieder zum Auto gehen.

Fazit

Die Tour ist landschaftlich sehr schön. Ein Abstecher ins Schloss Drachenfels ist sicher nicht verkehrt. Bei schönem Wetter und einem normalen Tag würde ich diese Strecke sicher nochmal begehen und dabei nur einen großen Bogen um das Steigenberger machen.

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Dörnsteinbach – Schneppenbacher Höhe – Oberschur

Es war erste warme sonnige Tag 2013 und wir machen eine kleine Runde um Krombach herum. Der Frühling kann kommen!

Steckbrief

Region: Kahlgrund
Länge: 10,7 km
Wanderzeit: 4:05 h
Davon in Bewegung: 2:43 h
Bergauf: ca. 200 m
Bergab: ca. 200 m
Höchster Punkt: 350 m
Tiefster Punkt: 215 m
Schwierigkeit: sehr einfach

Planung

Es ist Mitte April und der Frühling wagte sich bisher noch nicht richtig hervor. Für das Wochenende sind hohe Temperaturen von über 20°C angesagt und alle sehnen sich nach Sonne. Da der Steinofen befeuert werden möchte einigen wir uns auf einen kleinen Spaziergang mit abschliessendem Pizzaessen.

Wegbeschreibung

Wir treffen uns erst um 11:30 Uhr am Sportplatz in Dörnsteinbach. Der Weg führt vorbei am Sportplatz und Waldrand direkt hinab nach Krombach. Der Boden ist von den Regenfällen noch aufgeweicht und matschig, aber man hat einen wunderbaren Ausblick auf die Höhen des Kahlgrunds.

Auf der Schneppenbacher Höhe
Auf der Schneppenbacher Höhe

Kurz vor der Ortschaft biegen wir links ab und laufen durch ein kleines Tälchen an den Häusern vorbei zur Straße. Auf der anderen Seite gehen wir direkt auf die Scheppenbacher Höhe. Unser Blick streift über die Ortschaften Geiselbach und Omersbach und die Waldsäume jenseits des Omersbacher Tals. Dort drüben ist auch der Frohnbügel sichtbar, der Teil einer anderen Wanderung hier in der Gegend war.

Kalmushof
Kalmushof

Wir folgen dem Höhenweg bis zum Kalmushof. Die Gaststätte ist der älteren Generation  noch unter dem Beinamen “Schnapsranch” bekannt. Wir machen hier einen Zwischenstopp für ein Erfrischungsgetränk, der länger als erwartet ausfällt.

Ohlenbacher Tal
Ohlenbacher Tal

Wir queren die Straße zum Landwirtschaftsbetrieb und staunen nicht schlecht über eine Perle der Geschäftstätigkeit: Nagelstudio und Schweinezucht! Und nebenan eine Biogasanlage – nicht ganz unumstritten und letztes Jahr abgebrannt. Wir durchqueren den Hof und gelangen querfeldein über die Wiese ins Ohlenbacher Tal.

Ohlenbacher Tal
Ohlenbacher Tal

Das Ohlenbacher Tal ist das Highlight unserer kleinen Strecke. Der obere Teil ist naturbelassen. Der flache Ohlenbach fliest malerisch durch den Wald. Wenig später kommen wir auf einen kleinen Weg und rechts von uns erstrecken sich alte Pferdekoppeln mit umgestürzten Bäumen und alten Scheunen. Es ist wunderbar ruhig und die warme Sonne versetzt uns in träumerische Stimmung.

Unterschur
Unterschur

Am Ende des Tals überqueren wir die Hauptstraße in Unterschur und gehen direkt hinauf Richtung Sportplatz und Hof Hauenstein. Auf dem Sportplatz wird wie immer Fußball gespielt. Wir pilgern mit vielen Anderen auf dem sonnigen Weg zum Hauenstein. Eine Einkehr dort sparen wir uns heute, wir haben heute Abend ja noch ein Pizzaessen mit selbstgemachter Pizza im Steinofen vor uns.

Wildes Wild!
Wildes Wild!

Die Wildzucht kurz vor Oberschur erregt nochmal unsere Aufmerksamkeit und unser Gespräch fällt auf den letzten und einzigen Pferdemetzger im weiten Umkreis. Das Thema ist aktuell geworden durch die Lebensmittelskandale rund um das Pferdefleisch in Billiglasagnen. Wir werden mit Sicherheit in naher Zukunft auch mal ein Pferdekotelette auf den Grill werfen 🙂

Obsthof Hauenstein
Obsthof Hauenstein

Leicht hungrig gönnen wir uns am Obsthof Hauenstein noch eine Runde lokales Obst: Birnen, Äpfel und Bananen. So leid es mir tut und so gerne man lokale (Obst-)Bauern unterstützen möchte: Meine Birne hat knapp 1€ gekostet. Im Supermarkt bezahle ich für eine Biobirne etwa die Hälfte und muss dafür nicht weit aufs Land hinaus fahren. Irgendwie lohnt sich das einfacht nicht, außer man folgt einer sehr strengen ökologischen Ideologie.

Unsere Wanderung endet kurz darauf am Ausgangspunkt in Dörnsteinbach.

Fazit

Die kleine Runde ist mit den schönen Ausblicken über den Kahlgrund und den romatischen Ohlenbacher Tal für einen Nachmittagsspaziergang bestens geeignet. Kombiniert mit einer Einkehr wird daraus immer ein schöner Tag.

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Bischborner Hof – Aurora – Hafenlohrtal

Meine erste Wanderung im Jahr 2013 führt vom Bischborner Hof zum Forsthaus Aurora, dann hinab ins Hafenlohrtal nach Lichtenau und wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Steckbrief

Region: Spessart
Länge: 18,8 km
Wanderzeit: 6:14 h
Davon in Bewegung: 4:24 h
Bergauf: 670 m
Bergab: 670 m
Höchster Punkt: 602 m
Tiefster Punkt: 255 m
Schwierigkeit: einfach

Planung

Die spontane Planung übernahm David. Wir telefonierten uns um 9:00 Uhr zusammen und gingen um 11:00 Uhr los.

Wegbeschreibung

Ausgangspunkt meiner ersten Wanderung in diesem Jahr(!) ist der Wanderparkplatz am Bischborner Hof. Wie üblich sind wir pünktlich und warten eine halbe Stunde auf den Organisator. Es ist saukalt, Lutz und Tina bleiben bei den gefühlten -10°C im Auto. Die beiden haben einen Opel Astra, dessen Batterie nach 20 Minuten schlapp macht, weil das Licht brannte. Unsere Meinung über die Qualität von Opel lassen wir lieber mal unerwähnt…

Um 11:00 kommt der Rest der Truppe und wir laufen los. Gut eingepackt wie eine Zwiebel (Funktionsunterhemd und -hemd, dicker Baumwoll-Troyer und die obligatorische Armeejacke, zwei paar Fingerhandschuhe und Wollmütze) geht es los.

Zwischen Bischborner Hof und Forsthaus Aurora
Unterwegs

Der Weg ist breit und gut zu gehen. Schneereste auf dem Weg sind die letzten Zeugen des Winters. Der Weg steigt langsam bis zur Klosterkuppel an. Hier erreichen wir den höchsten Punkt unserer Wanderung mit 552m. Interessant: Die Abweichung zwischen der vom GPS des Mobiltelefons (Samsung Galaxy S2, Locus Pro) gemessenen Höhe und der Wirklichkeit beträgt ganze 50m. Das haben wir schon häufiger bemerkt, insbesondere sind die Unterschiede zwischen Tobis iPhone und meinem Samsung weit ausserhalb von Messungenauigkeiten.

Forsthaus Aurora
Forsthaus Aurora

Ab der Klosterkuppel geht es zügig zum Forsthaus Aurora. Der Schnee schwindet, aber obwohl wir fast April haben, ist vom Frühling noch wenig zu spüren. Kaum Vogelzwitschern, kaum junge Triebe oder Blütenansätze an den Bäumen und Sträuchern. Man fühlt sich wie im späten Herbst. Wir freuen uns auf eine warme Mahlzeit.

Hmm, lecker!
Hefeweizen!

Die Karte in der Gaststätte ist kurz und knapp. Eier mit und ohne Speck, Bratwurst mit Brot oder Kraut, Wurst- und Vesperplatte. Leider gibt es keine Gulaschsuppe. Dafür Martinsbräu Hefeweizen aus Marktheidenfeld. Das schmeckt uns sehr gut und die Wirkung lässt nicht lange auf sich warten und die Toiletten sind standesgemäß beheizt!

Hinab ins Hafenlohrtal
Hinab ins Hafenlohrtal

Mit viel Überwindung brechen wir wieder auf. Die Frühlingssonne kommt durch die Wolkendecke und taucht den kahlen Wald in lang ersehntes helles Licht. Kalt bleibt es trotzdem. Der Weg führt uns sehr zügig ins Hafenlohrtal nach Einsiedel.

Einsiedel
Einsiedel

Den Weg von Einsiedel nach Lichtenau kennen wir schon von der Tour im Sommer. In Einsiedel hat sich nicht viel getan, es wurde nur etwas entrümpelt. Der Schotter auf dem Weg nach Lichtenau hat sich zum Glück zwischenzeitlich gesetzt, es läuft sich nicht mehr so unangenehm wie damals. Aber es ist natürlich noch kein Vergleich zu weichem Waldboden.

Lichtenau
Lichtenau

Im Gasthaus Hochspessart wärmen wir uns bei einem Kaffee und Kuchen auf. Es gibt einen sehr leckeren Kirsch-Streusel-Kuchen. Was uns nach der Zeit an der frischen Waldluft unangenehm auffällt: es müffelt im Gastraum wie in einem alten Heimatmuseum.

Von Lichtenau gehen wir den direkten Weg zurück zum Bischborner Hof. Die Steigung ist moderat und stellt kein Problem dar. Teile des Wegs sind wegen Baumfällarbeiten gesperrt, weshalb wir das letzte kurze Stück die Straße entlang laufen.

Fazit

Der Weg ist gut gangbar und ab dem Forsthaus Aurora auch abwechslungsreich. Für die Premiere im Jahr 2013 war die Länge genau richtig. Die Wegbeschaffenheit im Tal sind deutlich besser geworden. Im Frühling und Frühsommer wird die Strecke vermutlich am Schönsten sein. Im Forsthaus Aurora gibt es gute Wandererverpflegung, das Gasthaus Hochspessart empfand ich als veraltet.

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Rundweg Rückersbach – Rothengrund

Immer wenn ich mal zwei Stunden frische Luft brauche, laufe ich meine kleine Hausstrecke von Rückersbach über Rothengrund, dann Richtung Hahnenkamm und am Waldrand zurück nach Rückersbach.

Steckbrief

Region: Spessart / Rückersbach
Länge: 11,0 km
Wanderzeit: 2:40 h
Davon in Bewegung: 2:15 h
Bergauf: 425 m
Bergab: 425 m
Höchster Punkt: 466 m
Tiefster Punkt: 263 m
Schwierigkeit: einfach

Planung

Es ist ein herrlicher Spätsommertag, die Rückersbacher Kerb geht ihren gewohnten Gang und in Ermangelung anderer Alternativen ist das ein guter Anlass, bei frischer Luft und schönem Wetter die Gedanken zu ordnen und den Kopf wieder frei zu bekommen. Die Planung ist kurz: Einfach loslaufen 🙂

Wegbeschreibung

Biergarten Seminarzentrum
Biergarten Seminarzentrum

Es geht wie immer los am Hundeplatz oberhalb von Rückersbach. Vorbei am Seminarzentrum mit dem Biergarten gehe ich zum Wasserhaus und von dort Richtung Reichenbacher Wanderheim.

Auf dem Weg nach Reichenbach
Buchenwald

Im Buchenwald nach dem Wasserhaus geben die Vögel in der Nachmittagssonne ein Konzert. Zwei Spechte spielen im Duett Staccato: Tak-Tak-Tak, Tok-Tok-Tok, bis zum Wanderheim ist das Klopfen der beiden zu genießen. Da weiss man, woher der Spessart seinen Namen hat.

Reichenbach
Reichenbach

Am Wanderheim verlässt der Weg den Wald und führt durch die Streuobstwiesen. Die Bäume hängen voll von Kelteräpfeln, doch leider werden nur noch wenige der Bäume geerntet. Es eröffnet sich ein weiter Blick über das Hohler Tal und die Höhen beim Hauenstein. Das Panorama ist im Frühjahr besonders reizvoll, wenn viele blühende Kirsch- und Apfelbäume wie Schneebälle die grünen Wiesen zersprenkeln.

Zum Hohlenbach
Zum Hohlenbach

Mein Weg führt mich über eine Traktorspur durch die Streuobstwiesen hinab zum Gewerbegebiet “Hutzelgrund”. Die Straße wird überquert und nach wenigen Metern bin ich am Hohlenbach. Hier ist es viel schöner als auf der vielbefahrenen Straße. Der Bachlauf ist naturbelassen und auf den Feldern sind fast das ganze Jahr über Spatzen und Tauben unterwegs. Gelegentlich trifft man hier auch ein Bussardpärchen. Es geht am Bachlauf entlang und vorbei an alten Holzstapeln zum Ortseingang von Rothengrund.

Kapelle Rothengrund
Kapelle Rothengrund

In Rothengrund folgt man der Straße über zwei Kehren hinauf zur neuen Marienkapelle. Die Steigung kann ganz schön schweißtreibend sein, dafür lässt es sich an der Kapelle gut ausruhen. Wer Sonntags um 12:00 Uhr hier oben ist, kann mit etwas Glück eine kleine Überraschung erleben. Zuerst beginnen die Glocken der Johannesberger Kirche zu läuten, kurz darauf stimmen die Rückersbacher und Reichenbacher Kirche in den Kanon mit ein, dann kommt noch das Kirchengeläut aus Hohl und Gunzenbach hinzu und verhallt schließlich Richtung Mömbris.

Über Gunzenbach
Über Gunzenbach

Von der Kapelle folge ich der Straße Richtung Heimbach und dann links hinauf auf die Höhe zwischen Rappach und Gunzenbach. Zur Rechten ist eine gemähte Wiese mit Windhose, die von Modellflugzeugfliegern und angehenden Gleitschirmpiloten genutzt wird.

Bei Molkenberg
Bei Molkenberg

Kurz vor dem Wald kann man eine Variante des Wegs über das Strötzbachtal laufen. Ich entscheide mich heute aber für die kürzere Strecke durch den Wald. Hinter dem Wald kommt eine Feldscheune, Molkenberg bliebt links liegen. Am Waldrand ist eine kürzlich gemähte Wiese, die noch nach frischem Heu duftet. Da der heutige Tag dem Faullenzen verschrieben ist, nutze ich meine Jacke als Decke und lasse mir die Spätsommersonne auf den Pelz brennen 🙂

Kirchweih in Rückersbach
Kirchweih in Rückersbach

Angespornt durch die Aussicht auf Kaffee und Kuchen auf der Kerb mache ich mich eine halbe Stunde später auf den Heimweg. Ich gehe zügig den Weg am Waldrand Richtung Rückersbach, immer mit einer schönen Aussicht auf das Hohler Tal in der Nachmittagssonne. Den Weg zum Wanderparkplatz an Hohler Chaussee (auch bekannt als  Staatsstraße 2443 ;-)) kürze ich auf einem ausgetretenen Pfad ab. Hier sind auch deutlich weniger hessische Ausflügler unterwegs. Der Wanderparkplatz ist mal wieder fest in hessischer Hand!

Fazit

Der Weg eignet sich prima für einen kurzen Abstecher in die Natur. Die Wege sind alle sonnig und mit offener Aussicht auf den Kahlgrund. Mit einem Abstecher zum Hahnenkamm und durch das Strötzbachtal wird aus dem kurzen Spaziergang schnell eine Tagestour.

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Niedersteinbach – Omersbacher Tal

Der erste Septembersonntag kommt mit einem Superwetter daher. Sonne und 25°C am Nachmittag! Wir gehen spät los und laufen einen Klassiker: Die Runde von Niedersteinbach über Dörnsteinbach nach Geiselbach und durchs Omersbacher Tal zurück.

Steckbrief

Region: Spessart
Länge: 15,0 km
Wanderzeit: 4:36 h
Davon in Bewegung: 3:35 h
Bergauf: 513 m
Bergab: 513 m
Höchster Punkt: 411 m
Tiefster Punkt: 193 m
Schwierigkeit: einfach

Wegbeschreibung

Wir beginnen unsere Wanderung am Friedhofsparkplatz in Niedersteinbach. Der Weg führt durch den Wald eigentlich direkt auf die Höhe. Wir gehen an der ersten Abzweigung links und suchen uns den Weg auf alten Rückewegen und Wildpfaden nach Dörnsteinbach.

Über Dörnsteinbach gehen entlang der typischen Streuobstwiesen zum Sportplatz und folgen ab hier dem Kulturweg Birkenhainer Straße 1 bis nach Omersbach. In Omersbach wollten wir ein einer Gaststätte kurz haltmachen, aber die Gaststätte “Zur Schönen Ausssicht” an der Ortsdurchfahrt hat noch Sommerferien. Schade.

Wir entschliessen uns unser Glück im nahegelegenen Geiselbach zu suchen. Am sehr schönen und gepflegten Kirchplatz liegt der Bayerische Hof, in dessen Biergarten wir eine kleine Erfrischung zu uns nehmen. Hier merkt David, als er mit dem Foto herumspielt, dass ich gar keine Speicherkarte in der Kamera habe. Mist! Ich nutze ab hier mein Smartphone zum Fotografieren.

Auf dem Frohnbügel
Auf dem Frohnbügel

Leicht beschwipsts gegen wir weiter zum Hof Frohnbügel oberhalb des Omersbacher Tals. Von hier hat man eine fulminante Sicht über die Hügel des Kahlgrunds. Wir folgen dem Weg hinab ins Tal.

Blick über Omersbach
Blick über Omersbach

Durch das Omersbacher Tal und an den Hängen entlang führen viele Wege und Pfade. Der schönste und lohnenswerteste ist der Naturpfad zur Teufelsmühle und von dort weiter immer durch die Auen des Geiselbachs.

An der Teufelsmühle
An der Teufelsmühle

Die Jausenstation an der Teufelsmühle hat leider geschlossen, daher entfällt der obligatorische Kaffee. Ab der Mühle wird der Weg zum Pfad und führt durch mannhohes Drüsiges Springkraut, deren vollen Samenkapseln bei der kleinsten Berührung explodieren. Cool 🙂

Im Omersbacher Tal
Im Omersbacher Tal

Das untere Tal wird bestimmt durch zahlreiche Fischteiche. Ein Graureiher erhebt sich -aufgeschreckt durch uns- mit majestätischen Flügelschlägen auf einen Baumwipfel um uns von dort ob seines entgangenen Fanges zu beschimpfen. Armer Vogel, du wirst schon noch einen Karpfen erwischen!

Im Omersbacher Tal
Im Omersbacher Tal

Abgeblühte Melisse erfüllt das Tal mit einem sehr intensiven Geruch, wie in einem Teekessel! Der Weg entlang des Parks des Forsthotels ist schnell zurückgelegt, jetzt folgt der kurze unangenehme Teil entlang der Landstraße zurück nach Niedersteinbach.

Fazit

Der Weg ist einfach und jedesmal wieder schön, insbesondere bei solch tollem Sommerwetter. Im Tal ist uns keine Menschenseele begegnet, was auf dem Pfad besonders toll war. Der letzte Teil auf der Landstraße ist nervig, aber leider nicht zu vermeiden. Was solls, die Runde gehe ich immer wieder gerne.

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Amorbach – Wildenburg

Richtig gutes Wetter ist für das zweite Augustwochenende 2012 angekündigt. Wir laufen den Tourenvorschlag vom Krümelhüpfer: Von Amorbach über die Schwenderskapelle zur Ruine Wildenburg. Es wird eine sehr schöne Wanderung.

Steckbrief

Region: Odenwald
Länge: 18 km
Wanderzeit: 6:05 h
Davon in Bewegung: 4:30 h
Bergauf: 535 m
Bergab: 353 m
Höchster Punkt: 468 m
Tiefster Punkt: 159 m
Schwierigkeit: moderat

Wegbeschreibung

Amorbach
Amorbach

Wir stellen unsere Autos am Bahnhof ab und laufen die Hauptstraße durch Amorbach. Die Altstadt lassen wir rechts liegen, wir wollen sie uns auf dem Rückweg ansehen. Die Panoramastraße führt uns zügig auf die Höhe.

Rast an der Schwenderskapelle
Rast an der Schwenderskapelle

Wir folgen der guten Beschilderung Richtung Schwenderskapelle und Beuchen. Auf dem Waldweg sind wir so in Gespräche vertieft, dass wir die kleine Kapelle am Wegesrand fast übersehen 🙂 Wir machen hier oben kurz Rast und gehen weiter nach Beuchen.

Vor Beuchen
Vor Beuchen

Aus dem Wald heraus eröffnet sich ein wunderbarer Blick auf die umliegende Landschaft. Ein Betonweg führt eingerahmt von Apfelbäumen durch saftige Wiesen und Kornfelder. Vorbei an Kuhweiden und Blumengärten kommen wir nach Beuchen.

Beuchen
Beuchen

Beuchen ist ein kleiner friedlicher Ort, der an ein Museum erinnert. Die Häuser sind umgeben von blühenden Blumen, die Räsen kurz geschnitten und die Landmaschinen stehen poliert auf freien Wiesen in der Ortschaft. Direkt an der Kirche wachsen Apfelbäume und die Friedhofsmauer begrenzt die Kuhweide.

Hinab zur Hofmühle
Hinab zur Hofmühle

Hinter Beuchen folgen wir der Straße ein Stück Richtung Steinbach, gehen aber bald auf einen Feldweg und verpassen die erste Abzweigung hinab ins Mudtal und zur Hofmühle. Der eigentliche Weg führt über eine Traktorspur entlang der Streuobstwiese. Wir überqueren die Wiese am Waldrand und sind wieder auf dem Weg. Der Pfad fällt steil ins Tal hinab.

Ruine Wildenburg
Ruine Wildenburg

Die Straße und die Hofmühle lassen wir schnell hinter uns und machen uns an den Anstieg zur Ruine Wildenburg. Der Weg ist durch Rückearbeiten etwas in Mitleidenschaft gezogen, aber glücklicherweise noch nicht neu geschottert.

Ruine Wildenburg
Ruine Wildenburg

Die Burganlage ist seit 1525 Jahren eine Ruine. Obwohl Sandstein nicht sehr Witterungsbeständig ist, können selbst wir Laien noch viele gut erhaltene Ornamente an den Mauern und Säulen erkenne. Im ersten Burghof lassen wir unser Gepäck zurück, erkunden die Burg, legen uns wie Eidechsen in die Sonne oder genießen einfach das alte Gemäuer.

Der Rückweg führt uns entlang der Felder und Wiesen durch das Mudtal. Die Gaststätte “Zur Wildenburg” können wir einfach nicht ignorieren. Hier gibt es herrlich frisches Schlappeseppel Weizenbier, und das im Land der Faustbrauerei 🙂

Erfrischt und frohen Mutes machen wir uns auf die letzten vier Kilometer zurück nach Amorbach. Die fürstliche Kirche ist leider in Baugerüste gehüllt. Wir suchen in der Altstadt nach einer Wirtschaft für das Abendessen. Wir entschließen uns dann aber, nochmal zur Zur Wildenburg zu fahren. Die vorhin gesehenen Gerichte waren einfach zu überzeugend.

Fazit

Die Wanderung war eine der Schönsten im Jahr 2012.

Das Wetter war mit 23 Grad Celsius, blauem Himmel und leichtem Wind perfekt. Die Wege sind abwechslungsreich und mit schönen Aussichten. Nur etwas mehr Naturpfade und weniger Straßen oder Schotterwege hätten es sein können.

Die Burgruine zeigte sich von ihrer besten Seite und das Essen und Trinken “Zur Wildenburg” war genau das richtige für uns.

Alles in allem war es ein sehr schöner Sommertag, wie im Urlaub.

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Lichtenau – Karlshöhe – Hafenlohrtal

Ohne große Planung erwanderten wir im Juli 2012 den Wandervorschlag des Spessarthefts. Es geht von Lichtenau zur Karlshöhe und im Hafenlohrtal zurück nach Lichtenau.

Steckbrief

Region: Spessart / Hafenlohrtal
Länge: 22 km
Wanderzeit: 6:55 h
Davon in Bewegung: 4:42 h
Bergauf: 1070 m
Bergab: 1070 m
Höchster Punkt: 587 m
Tiefster Punkt: 242 m
Schwierigkeit: sehr einfach

Planung

Die Planung war einfach. Freitag Nachmittag wurde für Sonntag gutes Wetter angesagt und damit war klar, dass am Sonntag eine Wanderung ansteht. David suchte Samstag Nacht die Route aus und wir telefonierten/smsten uns am Sonntag früh zusammen. Treffpunkt war der Parkplatz an der Autobahnausfahrt Hösbach, von wo wir zusammen ins Hafenlohrtal aufbrachen.

Wegbeschreibung

Hoher Knuck
Hoher Knuck

Wir parken am Behelfsparkplatz Lichtenau und überqueren die Halfenlohr an der Gaststätte “Hoher Knuck”. Eine breite und neu geschotterte Forststraße führt uns auf den Bayerskopf. Da durch eine Baustelle die Brücke in Lichtenau gesperrt ist, begegnen wir unterwegs mehreren orientierungslosen Autofahrern, die hier eine Umleitung vermuten und uns nach dem Weg fragen: Zurück natürlich und immer schön im Tal bleiben!

Auf dem Bayerskopf haben wir den größten Anstieg hinter uns uns machen kurz Rast.

Zwischen Bayerskopf und Neubau
Zwischen Bayerskopf und Neubau

Es geht weiter Richtung Forsthaus Neubau. Hinter einem Wildgatter wird der Weg endlich zu einem Waldweg, was das Laufen gleich viel angenehmer gestaltet. An der Kreuzung unterhalb des Forsthauses entscheiden wir uns für die längere Variante des Wegvorschlags und laufen gerade aus weiter zur Karlshöhe. Der Weg ist wieder eine geschotterte Waldautobahn und wird erst nach dem hohlen Baum zum Pfad.

Auf der Karlshöhe
Auf der Karlshöhe

Auf der Karlshöhe ist für die Jahreszeit erstaunlich wenig Betrieb. Jeder bestellt sich eine Kleinig- oder Größigkeit zu essen und zu trinken. Das dunkle Keilerweizen ist wie immer gut, der selbsgemachte Streußelkuchen ebenfalls, aber der Kartoffelsalat zum Leberkäse scheint aus einem Eimer zu kommen.

Backhaus bei Einsiedel
Backhaus bei Einsiedel

Von der Karlshöhe gehen wir auf der Forststraße (wieder!) hinab ins Hafenlohrtal zum Lindenfurter Hof. Ab hier folgen wir dem Fuß- und Radweg durchs Hafenlohrtal und kommen vorbei an Einsiedel und Erlenfurt. Am Wegesrand plätschert die Hafenlohr vor sich hin und viele Fischteiche bestimmen das Landschaftsbild. Der gesamte Weg ist leider ebenfalls frisch geschottert und nicht gewalzt! Das Laufen auf grobem Schotter macht nur begrenzt Spass. O-Ton Tobias: “Drecksweg”. Erst nach Erlenfurt wird der Weg eine kurzes Stück wieder zu einem Waldpfad.

Gegen 17:30 sind wir wieder zurück auf dem Parkplatz in Lichtenau. Hier trennen sich unsere Wege, ich fahre zum Grillen wieder nach Hause, der Rest der Truppe macht sich auf ins Bräustüble Marktheidenfeld zum Schäufeleessen.

Fazit

Der Weg verläuft hauptsächlich auf breiten Forststraßen und ist äußerst leicht zu gehen. Die Steigung an Anfang ist vernachlässigbar. Der erste Teil des Wegs wird durch Wald bestimmt und bietet kaum Aussicht auf die umliegende Landschaft.

Im Hafenlohrtal sorgen die kleinen Gehöfte zusammen mit der Auenlandschaft und den Fischteichen für Abwechslung.

Nahezu alle Forstwege waren in unserem Fall neu geschottert oder nach Rückearbeiten wiederhergestellt. Das hat uns leider gar nicht gefallen! Der Weg ist sicher um einiges netter, wenn die Wege wieder etwas betagter und gängiger sind.

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Unterwegs

Unterwegs beschäftigt sich mit meinen Wanderungen seit meiner Studienzeit bis heute.

Über die Jahre haben sich viele Tageswanderungen angesammelt. Ein Großteil der Wanderungen geht über die Schwäbische Alb und durch den Spessart.

Immer wieder treffe ich mich mit ehemaligen Kommilitonen und Freunden zu verlängerten Wanderwochenenden. Wir suchen uns ein schönes Fleckchen, mieten dort eine Ferienwohnung und erkunden die Gegend auf Schusters Rappen.

Wenn die Zeit vorhanden ist und sich ein Kompagnon findet, dann geht es mit Rucksack und Zelt auf die ein oder andere Langstreckenwanderung. Solche Wanderurlaube sind leider viel zu selten.

Warum der Aufwand?

Vor der Korsikatour im Mai 2012 hatte ich mich extra bei Facebook angemeldet, um den Daheimgebliebenen kurze Statusmeldungen und ein paar Fotos zukommen zu lassen. Aus den kurzen Meldungen wurden schnell umfangreiche Berichte, die zu meiner Verwunderung auf ein recht positives Echo meiner Freunde gestoßen sind. Das muss natürlich nichts heißen. Aber es mir hat viel Spaß gemacht und seitdem kann ich einwandfrei auf der Smartphonetastatur schreiben.

Da wir unsere Touren fast ausschließlich über das Internet planen, denke ich, es ist an der Zeit, dem Internet auch etwas zurückzugeben. Die Seiten sollen dem ein oder anderen Hilfe und Inspiration für die eigenen Wanderungen sein, nicht mehr und nicht weniger.

Darüber hinaus ist es eine schöne Möglichkeit, die Erinnerungen abseits von Fotobüchern und nie ausgedruckten Fotos auf Festplatten mit den Freunden und Wandergenossen zu teilen.

Viel Spass!

Tagestouren

Die Ulmer Jahre

Die Leidenschaft fürs Wandern entwickelte sich während meiner Studienzeit in Ulm. Nachdem sich die Radlerclique mehr und mehr aufgelöst hat, lernte ich ein paar Leute kennen, die gelegentlich an Wochenenden auf eine der vielen Ruinen und Burgen der Schwäbischen Alb fuhren. Da alle auch dem Wandern nicht abgeneigt waren, entwickelten sich aus den Ausflügen schnell lange Wanderungen. Zu unseren besten Zeiten gingen wir fast jedes Wochenende morgens ab 7:00 los und kamen vielmals erst mit Sonnenuntergang nach Hause. Das Wetter war uns egal, lediglich kalter Regen und Unwetter ließen uns dann doch in Ulm verweilen. Es war eine schöne Zeit und wir können behaupten, viele Flecken in Ulm und um Ulm und um Ulm herum zu kennen. Mehrere der Wandergenossen von damals zählen heute noch zu meinen besten Freunden und wir treffen uns immer noch regelmäßig zu unseren Wanderwochenenden.

Wanderungen auf der Schwäbischen Alb

  • Mai 2004: Wiesensteig
  • Mai 2004: Geislingen
  • Mai 2004: Lautertal
  • Juli 2004: Wimsener Höhle – Zwiefalten
  • August 2004: Kempten
  • August 2004: Nördlinger Ries
  • September 2004: Lautertal
  • September 2004: Hohenurach
  • Oktober 2004: Lichtenstein
  • Januar 2005: Lonetal
  • Januar 2005: Laichingen – Suppingen
  • Januar 2005: Beimerstetten – Vorderdenkental
  • Februar 2005: Blaubeuren
  • Februar 2005: Briel – Dächingen
  • Februar 2005: Neenstetten – Altheim
  • April 2005: Beimerstetten – Westerstetten
  • April 2005: Gomadingen
  • Mail 2005: Ehingen
  • Mail 2005: Gruibingen
  • Juli 2005: Kleines Lautertal
  • August 2005: Süßen
  • August 2005: Gerstetten
  • Mai 2006: Ruine Reußenstein

Im heimatlichen Spessart

Nach dem Studium verschlug es mich wieder in die Heimat. Hier durchstreifte ich die Gegend entweder alleine oder angeregt durch die monatlichen Wandervorschläge des Spessarthefts und der Europäischen Kulturwege des Archäologischen Spessartprojekts zusammen mit meinem Vater und Großvater. Etwas später stellte sich heraus, dass ein alter Freund ebenfalls gelegentlich mit ein paar Freunden längere Wanderungen unternimmt. Der Gruppe schloss ich mich an, und die ersten Wanderwochenenden sind schon in Planung.

Wanderungen im Spessart

Wanderungen im Odenwald

WANDERUNGEN IM Vogelsberg